ItFaces.ME - FAQ

Oft gestellte Fragen

Sind Sie von sexueller Gewalt betroffen – als Opfer, Überlebende/Überlebender, Täter, Verwandte/Verwandter oder Helfer ? Es tut uns leid, dass Sie darunter gelitten haben bzw. dass Sie noch unter diesen unfassbaren und unerträglichen Belastungen leiden. Keiner verdient solches Leiden. Die emotionalen und psychologischen Folgen des sexuellen Missbrauchs und der Gewalt sind schwerwiegend.  Der erste Schritt, um sich von der Gewalt zu befreien, ist zu erkennen, dass es sich um einen Zustand des Missbrauchs handelt. Wenn Sie einmal dies erkannt haben, sind Sie in der Lage, die notwendige Hilfe zu bekommen. Wir behaupten nicht, eine Antwort für alles zu haben. Wir wollen aber zusammen Lösungen suchen, damit Ihnen geholfen wird.

Wenn Sie auf dieser Seite die Antwort auf Ihre Fragen nicht finden, schicken Sie uns bitte eine Email mit Ihren Fragen an:
info@itfaces.me

Oder klicken Sie auf Kontakt, und schreiben Sie uns. Ihre Emails werden streng vertraulich behandelt.

Warum passiert so etwas ?
Wer ist der Täter?
Wer ist verletzlich?
Wie kann mir geholfen werden?
Wenn Sie der Täter von sexuellem Missbrauch sind:
Wo kann ich Hilfe finden ?
Wo ist Gott?

Wie können wir so etwas verhindern?
Wo sollte man anfangen?
Wie soll die örtliche Adventgemeinde reagieren?

 

Warum passiert so etwas ?
Sie tragen nicht die Verantwortung für die Gewalt, die Ihnen angetan wird. Keiner kann Ihnen dies vorwerfen.

Klicken Sie auf folgendem Link, um den Kreislauf der Gewalt zu verstehen:
www.projekt-sexuelle-gewalt.de
www.sta-frauen.de/arbeitsmaterial
www.bmfsfj.de 
sta-frauen.org/Material  Zwei Artikel von Alberta Mazat

Wer ist der Täter?
"Es muss ein Monster sein !"  Es wäre einfacher, wenn es so wäre: Schmutzige Kleidung, schlecht rasiert, schlecht gekämmt, böser Blick, boshaft ... aber dies ist nur ein Mythos. Der Täter ist eine normale Person, kann sogar charmant sein, sehr freundlich, kann ein guter Arbeiter in einer Fabrik sein, ein Lehrer oder ein religiöser Verantwortungsträger, oder jemand mit hohem Rang in der Gesellschaft .... Der sexuelle Missbrauch ist ein Verbrechen.
Gewalt : Es gibt Verhaltensmuster oder Charaktereigenschaften, die vermuten lassen, dass eine Person gewalttätig ist oder werden könnte.  Siehe Frage : Wie können wir so etwas verhindern ?

Wer ist verletzlich?
Kinder, die Zeugen von Gewalt sind, lernen Konflikte mit Gewalt zu regeln, als ob es normal wäre. Im Allgemeinen werden diese Kinder letztendlich zu Opfern oder Tätern, und der Kreislauf der Gewalt wird an die nächste Generation vererbt. In den USA geführte Studien zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder, die zu Hause Gewalt erleben, selbst Täter werden, 74 % beträgt. Einundachtzig Prozent der männlichen Täter hatten einen Vater, der ihre Mutter missbraucht hat. Jeder kann Opfer von Gewalt oder sexuellem Missbrauch werden. Gleichwohl, neben den Kindern, gibt es andere Personengruppen, deren Verletzlichkeit mit dem Alter, mit körperlichen oder geistigen Behinderungen, ober mit bestimmten Faktoren wie ethnischer Herkunft, Sozialklasse, Nationalität und Religion verbunden ist.

Wie kann mir geholfen werden?

Sie sind nicht allein. Es gibt Fachleute, die Sie beraten und Ihnen Hilfe leisten können. Ziehen Sie sich nicht zurück.

Wenn Sie Opfer von Missbrauch oder Gewalt sind:
- Klicken Sie auf Kontakt und dann auf Ihr Land.
- Sie können uns auch schreiben und wir werden Ihnen helfen.
- Sie können die Frauenbeauftragte oder Ihren Prediger anrufen.
Benötigte Informationen können Sie auf folgendem Link finden  
www.bmfsfj.de 
frauen-mädchen-beratung.de
jugendschutz.net
www.frauenhelpline.at
www.elternweb.at/index.php


Suchen Sie eine Telefonnummer oder einen Verein in Ihrem Land :
www.hotpeachpages.net/
www.bmfsfj.de


Suchen Sie eine Telefonnummer oder einen Verein in Ihrem Land: http://

Spezielle Beratungsstellen finden sie im Telefonbuch unter den Stichwörtern:
•    Anlauf-und Beratungsstelle
•    Ärztliche Beratungsstelle
•    Beratungsstelle für …..Mädchen/Frauen/Kinder
•    Deutscher Kinderschutzbund
•    Familienberatung
•    Frauennotruf
•    Frauen helfen Frauen
•    Notruf
•    Verein gegen sexuelle Gewalt
•    Wildwasser
•    Zartbitter Verein gegen sexuelle Gewalt

 
Wenn eine unmittelbare Gefahr Ihr Leben bedroht :
- Klicken Sie auf Kontakt und dann auf Ihr Land und folgen Sie dem Link. Rufen Sie eine Hotline an, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.
- Finden Sie die nächste Unterkunftsmöglichkeit. Sprechen Sie über Ihre Probleme. Sie werden dort auch praktische Auskünfte zu Ihrer Sicherheit und der Sicherheit Ihrer Kinder bekommen : Sie können auch Hilfe bei der Polizei, Ratschläge bei einem Rechtsanwalt und psychologische Unterstützung bei einem Therapeuten holen.
- Wenn Sie eine geistliche Hilfe brauchen, rufen Sie in diesem Fall einen Prediger an.


Benötigte Informationen finden Sie auf folgendem Link  
www.polizei-beratung.de/rat_hilfe/opferinfo/sexueller_missbrauch_von_kindern
www.bundespolizei.de

Um eine Telefonnummer oder einen Verein in Ihrem Land zu finden:
www.hotpeachpages.net/


Wenn Sie der Täter von sexuellem Missbrauch sind:
-  Wenden Sie sich an ein Krankenhaus, um an einem therapeutischen Programm teilzu- nehmen, damit Sie Hilfe zur Lösung der von Ihrem Verhalten abhängigen Probleme finden können.
- Rufen Sie einen Psychotherapeuten an, nehmen Sie an einer Gruppentherapie teil.

Begleitgruppen für Täter : 
Gewalttätige Frauen :  www.schotterblume.de
 www.gewalt-hotline.net
Gewalttätige Männer :
www.4uman.info  www.maennerberatung-ooe.at  www.gewalt-hotline.net
- Klicken Sie auf Kontakt und dann auf Ihr Land.
Sie wenden Gewalt an : Benötigte Informationen finden Sie auf folgendem Link 
www.bmfsfj.de  
www.bundesverein.de

www.maennerberatung-ooe.at
www.gewalt-hotline.net


Wo kann ich Hilfe finden ? 
 Klicken Sie auf Kontakt, und dann auf Ihr Land.
Hotline :  Europäischer Notruf : 112
Polizeinotruf: 110
Rettungsdienst: 112
Kinder-und Jugendtelefon 0800 1 11 0333
Elterntelefon                      0800 1 11 0550

Oesterreich
Kinder und Jugendhotline:  147
Helpline gegen Männergewalt  Tel. 0800/222555 - rund um die Uhr

Schweiz

Webseite : www.frauenhaus-schweiz.ch/

 
Wo ist Gott?
Gott ist ganz nah und immer auf der Seite der Schwachen. Er hat immer ein offenes Ohr für die Leidenden. Sie können zweifeln, wenn Sie missbraucht worden sind, aber Sie werden entdecken, dass Gott derjenige ist, der Ihr Leben wieder aufbauen und herstellen wird. Der Arm Gottes wird Sie stützen und wird Ihnen helfen, ohne Angst zu haben, weil sein Arm Sie stark machen wird. Ps 89,22.

Missbrauch und Gewalt sind auch bei Gott wichtige Themen. Gott hasst denjenigen, der die Gewalt liebt (Ps  11,5). Er verurteilt die Gewalt und den Missbrauch sowie die Sünde und die Boshaftigkeit. In der Bibel sind viele Beispiele von Gewalt, sexuellem Missbrauch, Vergewaltigung und Unterdrückung aber Gott handelte so, dass es kein Missverständnis über seine Meinung darüber gibt: Er kümmert sich um Missbrauchsopfer und um Leidende. Er liebt uns alle und will uns nicht verletzen.

Wie können wir so etwas verhindern?
Beobachten Sie aufmerksam die Entwicklung Ihrer Beziehung:
Vorzeichen eines Verhaltens, der zu Missbrauch führen kann :
Eifersucht
Destruktive Kritik
Mangel an Respekt
Leugnen, Abstreiten, Tadeln
Kontrolle Ihrer Ausgaben
Alkohol- oder Drogenkonsum
Vereinsamung
Bewachen und Schikanieren
Brutalität
Einschüchterung
Demütigung bzw. Erniedrigung
Grausamkeit gegenüber Tieren
Grausamkeit gegenüber Kindern
Verbale Gewalt
Sexuelle Gewalt
Negatives Verhalten gegenüber Frauen
Gewaltandrohungen


Für mehr Informationen über o. g Liste siehe die Webseite:
www.zartbitter.de
www.weisses.kreuz.de
www.bmfsfj.de
www.zissg.de

www.elternweb.at/


Der Kreislauf der Gewalt kann unterbrochen werden, wenn die Eltern und die Verwandten bereit sind, sich zu ändern und neue Arten von Konfliktlösungen zu lernen.

Was in der Adventgemeinde zur Prävention des Missbrauchs gemacht wird:
- Der vierte Sabbat im August jeden Jahres ist der Prävention des Missbrauchs gewidmet. (für Österreich: Dritter Sabbat in November).
Sie finden Informationen über diesen besonderen Tag bei der Frauenbeauftragten Ihres Landes.
- Über Missbrauch in der Sabbatpredigt sprechen
- Für die Prediger, zusätzlich zum o. g. Punkt, mit allen Mitteln die Prävention unterstützen
- Seminare darüber abhalten
- Rundgespräch mit Therapeuten, Juristen, Fachkräfte für die gesamte Kirche organisieren
- Verteilung von Broschüren über Prävention.
- Druck von Kärtchen mit Hotline oder ITFACES.ME 
- Prävention durch Medien, Fernsehen, Zeitschriften, Bücher, ....

Wo sollte man anfangen?
Zuerst ist es notwendig, die Lage zu erkennen, sonst denkt das Opfer, dass das was ihm passiert ist, normal ist, dass es verdient hat, und es schämt sich. Ein Opfer darf sich nicht schämen. Es ist nicht allein. Über das Leiden sprechen kann helfen, es zu überwinden. Sich anvertrauen reicht nicht. Die vertraute Person muss es ermutigen, mit einem Prediger oder einer Vertrauensperson seiner Kirche zu sprechen, damit es sanft und urteilsfrei zu einer Fachperson geführt wird. Das Opfer kann selbst mit einem Psychotherapeuten oder Verein Kontakt aufnehmen, aber selten schafft es das allein.

Das Opfer braucht die Hilfe eines Therapeuten. Es braucht auch Hilfe, um eine Wohnung oder einen Aufnahmeort zu finden, oder auch um die notwendigen Formalitäten zu erledigen (Polizei). Wenn es körperlich verletzt ist, muss es zu einem Arzt gehen, der es untersuchen wird und eine Bescheinigung ausstellen wird. Dann kann es zur Polizei gehen und Anzeige erstatten.


Wie soll die örtliche Adventgemeinde reagieren?
Eine Umfrage in einem europäischen Land hat ergeben, dass durchschnittlich 10 % der adventistischen Frauen und 3 % der adventistischen Männer Opfer sexuellen Missbrauchs wurden. In den meisten Fällen sind Täter und Opfer Glieder der Kirche oder gehören zum nächsten Umfeld.
Zu lange sind die Themen Gewalt und Missbrauch Tabu-Themen in der Adventgemeinde gewesen. Dieses Verweigerungsverhalten hat zur Verleugnung der Tatsachen geführt. Die Adventgemeinde will dies ändern !
Unsere Kirchenglieder sollen eine Kultur des Wohlwollens und des Mitleids entwickeln und ihre Liebe zu dem Anderen zeigen. Die Adventgemeinde sollte bereit sein, Sorge für die am meisten verletzlichen Glieder zu tragen. Um durch die Internetseite ITFACES.ME den Bedürfnissen der Opfer und Täter zu entsprechen, ist es notwendig, dass sich jede Adventgemeinde vorbereitet und Glieder in der richtigen Verhaltensweise ausbildet.

Die Prediger und die Frauenbeauftragten sind verantwortlich dafür, dass alles getan wird, so dass ihre Gemeinde ein sicherer Ort für alle ist, ein Ort, an dem man über Fragen bzgl. des sexuellen Missbrauchs und der Gewalt sprechen kann,  an dem man Glieder ermutigt, darüber zu sprechen, an dem die Opfer Unterstützung und Sicherheit finden können, an dem Respekt und Vertraulichkeit zu finden sind, an dem man auch die Täter als rechenschaftsschuldig betrachtet.

Die Prediger und Frauenbeauftragten sollen über die verfügbaren Kräfte in der Gemeinde informiert sein.

Es ist auch sehr wichtig für die Überlebenden von Missbrauch und Gewalt, in der Predigt Worte zu hören, die die Gewalt jeglicher Art verurteilen, um das Vertrauen in den Prediger aufzubauen.